zurück

Eine Stunde in der Adventzeit

n unserem pädagogischen Nachmittag im Herbst lernten wir durch zwei Kolleginnen die Ellipse von Maria Montessori kennen. Wir waren aufgefordert, den abgedunkelten Raum mit Socken zu betreten. Leise erklang meditative Musik. Wir nahmen um die Ellipse Platz. Auf einem Tisch standen Gegenstände zur Auswahl, die wir beim Gang über die Ellipse in der Hand mitführten. Diese konzentrierte, zentrierte und entspannende Erfahrung wollten wir den Kindern auch zu kommen lassen.

Die Gelegenheit bot sich in der 3. Adventwoche. Wir fragten die Kinder, wie sie sich ihre Adventfeier vorstellen. Essen war ein wichtiger Faktor, dann entwickelten sich Ideen wie der Raum geschmückt werden sollte: mit Kerzen und Lichterketten. Inhaltlich war ihnen wichtig, gemeinsam zu singen und Frau Kirwald sollte ihre Flöte spielen. Ein 4 jähriger machte den Vorschlag die Tiere des Waldes einzuladen.

Aus den Vorschlägen der Kinder entwickelten wir zwei Adventfeiern. Die erste fand in der Turnhalle mit der Ellipse statt. Die zweite folgte eine Woche später mit einem Gang auf dem Waldrundweg im Ennert zur Tanne im Laubwald.

Adventfeier in der Turnhalle

Dienstagmorgen zogen wir mit den Kindern und dem Bollerwagen in den Wald, um Stöcke, Tannenzapfen und Tannengrün zu sammeln.

Am Nachmittag richteten wir mit einigen Kindern die Turnhalle festlich her. Mit den Stöcken legten wir in der Ellipse die Einteilung für ein Mandala. Auf einem Tisch standen Körbe mit Nüssen, Tannenzapfen, Krippenfiguren und Tannenzweige. Eine Tischlampe erhellte die Körbe auf dem Tisch.

Mit leiser besinnlicher Musik begleiteten wir die Kinder, am nächsten Morgen, in den mit Lichtern erhellten Raum und baten sie auf den Stühlen Platz zu nehmen. Eine stille festliche Atmosphäre umgab uns. In der Mitte des Mandalas brannte eine Kerze. Nach kurzen einführenden Worten schritt Frau Jahn mit einer Figur und einer Nuss in den Händen, mit ruhigen langsamen Schritten über die Ellipse. Sie blieb an einer Stelle stehen, stellte die Figur in das Mandala und legte die Nuss ebenfalls ab. Frau Jahn forderte nun leise mit Handzeichen eine kleine Gruppe Kinder auf, zum Tisch zu kommen und sich etwas vom Tisch zu nehmen, es über die Ellipse zu tragen, um es dann an einem Platz im Mandala abzulegen. Dieses Ritual führten wir solange fort, bis das Mandala gelegt war. Zum Abschluss stellten ältere Kinder Kerzen in das Mandala, um es noch mal besonders zu erhellen.

Jetzt stand Singen mit Begleitung der Flöte auf dem Programm und anschließend ging die Plätzchendose mit den selbstgebackenen Plätzchen von Hand zu Hand.

Für uns Erwachsene war es besonders zu erleben, wie konzentriert alle Kinder, auch die 2 jährigen, den Zeitraum der Stille annahmen.

Wir erlebten eine ruhige Zeit in der so hektischen Vorbereitung auf Weihnachten.

 

zurück